Mit Hochtechnologie auf die Überholspur

Innovationsförderung für neue Produkte und Verfahren wie dem „SynovialTest“

 

Projekt des Monats PdM

Biologie ist längst Hightech. Doch nicht immer wissen die Theoretiker, wie sie ihr Forschungs-Know-how in die Praxis bringen können. Anders die beiden Biologen Dr. Jan Detmers und Prof. Dr. Michael Lorenz. Sie machten sich selbstständig und spezialisierten sich auf die Entwicklung neuer Diagnostikverfahren in der Medizin. „Wir sind damals sehr eng von der Wirtschaftsförderung begleitet worden und werden es noch“, sagt Michael Lorenz. „Dass jemand Externes den Überblick behält und eine Draufsicht auf die jeweilige Thematik hat, ist unverzichtbar“, betont der Biologe. Nicht nur in der Gründungsphase, auch beim Netzwerken oder im Vorantreiben von innovativen Projekten.

Erste Anlaufstelle für die forschenden Unternehmer ist mittlerweile der Unternehmensservice Bremen. Lorenz ist sich sicher, dass sein Hochtechnologie-Unternehmen früher an den Start gegangen wäre, hätte es damals schon solch eine zentrale Beratungsstelle gegeben, die Gründer in allen Belangen coacht und unterstützt. „Sich jederzeit an jemanden wenden zu können, vermittelt nach wie vor ein gutes Gefühl.“

Die 2004 als klassisches Spin-Off gegründete Molzym GmbH & Co KG nutzt ihr wissenschaftliches Know-how im Feld der Mikro- und Molekularbiologie. Nach der erfolgreichen Markteinführung eines „SepsiTest“ hat das Unternehmen über das Landesprogramm „Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation“ einen „SynovialTest“ entwickelt, mit dem sich Infektionen in Gelenken nachweisen lassen. „Auch dieser Test wird gut vom Medizinmarkt angenommen und ergänzt unser Portfolio bestens“, sagt Michael Lorenz. Und dies wird sicher nicht der letzte biologische Coup aus dem Technologiepark gewesen sein. „In Bremen schlummert noch reichlich Potenzial“, ist der Entwickler überzeugt.